Die Heilung des Schmerzes; Vertrauensmißbrauch
Als ich heute abend in meiner Verzweifelung einen Brief an der Ausbildungsleiterin der Radikalen Vergebung schrieb, kam ich endlich darauf, warum mir dieser Vertrauensbruch von meinem Ex geschehen ist...
hier der Brief:
Liebe Hina,
darf ich Deinen Rat in Anspruch nehmen? ich komme da an meine Grenzen.
Ich stecke voll in der Opferrolle aber diesmal sehr fest.
Nachdem ich mit Michael Schluß gemacht habe, habe ich erfahren, daß er neben mir seit 5 Monaten Freitags fremdgegangen ist. Er hat mir gesagt, ich solte mich Freitags abend von der Woche ausruhen und er kommt dann am samstag mittag zu mir. So könnte ich gut ausschlafen...Seitdem ging er in diesen Clubs, ohne es mir zu sagen, obwohl wir sehr offen darüber geredet hatten und Exklusivität abgesprochen hatten.
Ich fühle mich sehr wütend und enttäuscht. Er hat mein Vertrauen mißbraucht, weil er Angst hatte, mich zu verlieren, wenn er mir das sagen würde. Es waren für mich wiederholte Vertrauensbrüche, was mir den Boden unter den Füssen reisst. Ich stecke so in der Wut/Trauer fest, obwohl ich schon so viel Vergebugnsprozesse gemacht habe und Traumatherapie (EMDR). Ich verstehe das alles nicht. Warum es mich so trifft, warum es mir so schmerzt, warum es mich so wütend macht, daß ich mich von ihm fernhalten mußte, als wir unsere sachen zurückgetauscht haben, da ich so viel Wut in mir spürte.
Ob es wieder eine Facette meines damaligen Mißbrauches ist, als ich klein war? auch dort hatte ich einen Mann vertraut und er hat es ausgenutzt. diesen Aspekt hatte ich noch nie bis jetzt in der Verarbeitung gesehen. Ein Vertrauensbruch habe ich auch mit meinen Eltern erlitten, schon als ich ganz klein war. Ich weiß noch, wie ich mit 6 meinen Eltern nichts mehr glauben konnte....soll das jetzt eine Wiederholung sein, um es zu heilen??? tut es mir jetzt deswegen so unendlich weh, weil die alten Schmerzen mit hochkommen? Bin ich jetzt endlich sooooo wütend, weil ich es damals nicht sein konnte??? mußte ich deswegen so verletzt werden, wie Michael es jetzt getan hat???? wie kann ich das nur vergeben?????????
irgendwie spüre ich in mir, daß es nicht um die Projektion geht, denn ich weißt, daß ich es auch in mir habe und daß ich sicherlich bereits Leute, die mir vertraut haben auch enttäuscht habe und ich habe Mitgefühl für mich. aber hier liegt der Schmerz in dem Vertrauensmißbrauch. Es ist mehr ein Schmerz als die Wut. nur die Wut kommt weil der Schmerz für mich so unerträglich ist. Ich habe mich so besudelt gefühlt....und da steckt so eine unendliche Trauer dahinter. Ein Gefühl nicht zu wissen, wie mir das geschehen konnte ohne daß ich es merken konnte. Eine Fassungslosigkeit. Wie konnte ich nur so reinfallen???? während ich es Dir schreibe, kommen soviele Tränen... Es ist keine Wut mehr da sondern nur Fassungslosigkeit und Trauer wie Enttäuschung...
vielleicht löst sich gerade was....einen Riesenschmerz. Wie konnte nur dieser Mann damals meine Liebe/Vertrauen zu ihm so mißbrauchen. Er besas eine Ente und ich spielte immer mit ihr. und eines Tages warf er mich an dem Boden, ich war 4 und reibte sich an mich...
Nach diesem Brief habe ich sehr lange geweint, den alten Schmerz gespürt. Mein inneres Bild von meinem inneren Kind hat sich geändert: es ist aufgestanden und hat wieder Achtung vor sich selbst und es weist den Mann in die Schranken und sagt "geh hieraus, Du Ferkel" und es zeigt ihm mit dem Finger den Ausgang. Nein es ist nicht mehr erstarrt am Boden sondern es steht für sich selbst und kann sich wehren. Ein schönes Bild.
Ich bin einerseits erschrocken: ich dachte, ich hätte alles von meinem Mißbrauch verarbeitet. und jetzt kommt wieder das: eine neue Facette,die ich bis jetzt noch nicht gespürt hatte. Bin ich nun endlich fertig? Ich habe nämlich keine Lust mehr, nochmal von einem Mann verletzt zu werden, um an irgendeinen Schmerz wieder rankommen zu können, um es zu heilen. Das ist anstrengend. verdamnt anstrengend... Aber jetzt kann ich es vergeben. Ich fühle mich schon besser und schon etwas erlöst. ich werde sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.
hier der Brief:
Liebe Hina,
darf ich Deinen Rat in Anspruch nehmen? ich komme da an meine Grenzen.
Ich stecke voll in der Opferrolle aber diesmal sehr fest.
Nachdem ich mit Michael Schluß gemacht habe, habe ich erfahren, daß er neben mir seit 5 Monaten Freitags fremdgegangen ist. Er hat mir gesagt, ich solte mich Freitags abend von der Woche ausruhen und er kommt dann am samstag mittag zu mir. So könnte ich gut ausschlafen...Seitdem ging er in diesen Clubs, ohne es mir zu sagen, obwohl wir sehr offen darüber geredet hatten und Exklusivität abgesprochen hatten.
Ich fühle mich sehr wütend und enttäuscht. Er hat mein Vertrauen mißbraucht, weil er Angst hatte, mich zu verlieren, wenn er mir das sagen würde. Es waren für mich wiederholte Vertrauensbrüche, was mir den Boden unter den Füssen reisst. Ich stecke so in der Wut/Trauer fest, obwohl ich schon so viel Vergebugnsprozesse gemacht habe und Traumatherapie (EMDR). Ich verstehe das alles nicht. Warum es mich so trifft, warum es mir so schmerzt, warum es mich so wütend macht, daß ich mich von ihm fernhalten mußte, als wir unsere sachen zurückgetauscht haben, da ich so viel Wut in mir spürte.
Ob es wieder eine Facette meines damaligen Mißbrauches ist, als ich klein war? auch dort hatte ich einen Mann vertraut und er hat es ausgenutzt. diesen Aspekt hatte ich noch nie bis jetzt in der Verarbeitung gesehen. Ein Vertrauensbruch habe ich auch mit meinen Eltern erlitten, schon als ich ganz klein war. Ich weiß noch, wie ich mit 6 meinen Eltern nichts mehr glauben konnte....soll das jetzt eine Wiederholung sein, um es zu heilen??? tut es mir jetzt deswegen so unendlich weh, weil die alten Schmerzen mit hochkommen? Bin ich jetzt endlich sooooo wütend, weil ich es damals nicht sein konnte??? mußte ich deswegen so verletzt werden, wie Michael es jetzt getan hat???? wie kann ich das nur vergeben?????????
irgendwie spüre ich in mir, daß es nicht um die Projektion geht, denn ich weißt, daß ich es auch in mir habe und daß ich sicherlich bereits Leute, die mir vertraut haben auch enttäuscht habe und ich habe Mitgefühl für mich. aber hier liegt der Schmerz in dem Vertrauensmißbrauch. Es ist mehr ein Schmerz als die Wut. nur die Wut kommt weil der Schmerz für mich so unerträglich ist. Ich habe mich so besudelt gefühlt....und da steckt so eine unendliche Trauer dahinter. Ein Gefühl nicht zu wissen, wie mir das geschehen konnte ohne daß ich es merken konnte. Eine Fassungslosigkeit. Wie konnte ich nur so reinfallen???? während ich es Dir schreibe, kommen soviele Tränen... Es ist keine Wut mehr da sondern nur Fassungslosigkeit und Trauer wie Enttäuschung...
vielleicht löst sich gerade was....einen Riesenschmerz. Wie konnte nur dieser Mann damals meine Liebe/Vertrauen zu ihm so mißbrauchen. Er besas eine Ente und ich spielte immer mit ihr. und eines Tages warf er mich an dem Boden, ich war 4 und reibte sich an mich...
Nach diesem Brief habe ich sehr lange geweint, den alten Schmerz gespürt. Mein inneres Bild von meinem inneren Kind hat sich geändert: es ist aufgestanden und hat wieder Achtung vor sich selbst und es weist den Mann in die Schranken und sagt "geh hieraus, Du Ferkel" und es zeigt ihm mit dem Finger den Ausgang. Nein es ist nicht mehr erstarrt am Boden sondern es steht für sich selbst und kann sich wehren. Ein schönes Bild.
Ich bin einerseits erschrocken: ich dachte, ich hätte alles von meinem Mißbrauch verarbeitet. und jetzt kommt wieder das: eine neue Facette,die ich bis jetzt noch nicht gespürt hatte. Bin ich nun endlich fertig? Ich habe nämlich keine Lust mehr, nochmal von einem Mann verletzt zu werden, um an irgendeinen Schmerz wieder rankommen zu können, um es zu heilen. Das ist anstrengend. verdamnt anstrengend... Aber jetzt kann ich es vergeben. Ich fühle mich schon besser und schon etwas erlöst. ich werde sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.
Liebesblüte - 11. Jul, 00:35