Hilflosigkeit und Wut

Donnerstag, 21. Februar 2008

Dürfen wir hilflos sein?

Darst Du hilflos sein und jemanden anderen nicht helfen wissen? Kannst Du das Leid von anderen zuhören, ohne daß es Dich runterzieht?
Wenn es Dich runterzieht, dann heißt es gerade, daß Du den anderen in seiner Situation nicht lassen kannst und helfen möchtest aber gleichzeitig nicht weiß wie...Hilfslosigkeit macht sich breit. Das darf nicht sein. Du erlaubst Dir nicht hilflos zu sein...

Hilflosigkeit ist ein der Gefühle, die viele Menschen nicht annehmen können. Das bringt uns immer wieder in Situationen hinein, wo wir am liebsten flüchten wollen, weil die andere Person so viel Leid klagt und nichts dagegen gemacht werden kann.
und dann sagen wir, "nö, mit solchen Leuten möchte ich nichts zu tun haben, sie sind mir zu negativ, das zieht mich runter"

In der Innenwelt kann man sehr gut solche Gefühle sich genauer ansehen und fühlen. Oft wenn ich eine Person in dieses Gefühl begleite, spüre ich in meinem Körper, wie die Person zuerst total verkrampft und von der Hilflosigkeit gelähmt wird. Auch dorthin begleite ich sie und lasse die Lähmung in mir sich auch breit machen, mit ihr zusammen... und sage kein Wort sondern bin 100% präsent und nehme alles an, was sich in mir und in ihr zeigt....
und es dauert nicht lange, ich spüre daß ihr Körper sich entspannt..die Hingabe in der Hilflosigkeit macht sich breit. die Lähmung läßt nach und es entsteht eine Art Versöhnung mit dem Gefühl. Das Gefühl bekommt einen Platz in ihrem Leben, weil sie ihre Bedrohlichkeit verloren hat...sie darf hilflos sein. Leichtigkeit macht sich breit... Inneres Gefühl der Kraft kommt bald dazu. Ich spüre es mit in der Begleitung und lade die Person ein, dieses Gefühl in sich zu saugen und es in ihrem Körper wahrzunehmen...und auszuprechen, daß sie sich hilflos fühlt. Dann lade ich sie ein, den Unterschied wahrzunehmen, wie die Wörter von der leidenden Person in sie wirken. Plötzlich merkt die Person, daß das ausgesprochene Leid vom Anderen sie nicht mehr erreicht und sie nicht mehr runterzieht...Sie kann einfach zuhören und die Person in ihrer Situation lassen wo sie ist. Dann ist sie wirklich präsent und gibt dadurch dem anderen wiederrum viel von sich, selbst wenn sie nichts tut außer DA, MIT IHR ZU SEIN und die Gefühle dieser Person - ihre Hilflosigkeit auch - somit wertschätzt. Die hilflose und klagende Person wird nicht zur Opfer gemacht sondern in ihre Hilflosigkeit angenommen. Genau das stärkt sie.

FAZIT: im nichts tun haben wir dieser Person Wertschätzung und Stärkung geschenkt.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Gefühl der Hilflosigkeit

Manchmal begegnen wir Menschen in unserem Leben, die sich in einer anscheinend sehr schlechten Situation befinden. Vielleicht sind das sogar Menschen, die wir lieben und die uns teuer sind. Wir würden so gern helfen, weil wir selber nicht wollen, daß es ihnen so schlecht geht. Doch wir können keinen dazu zwingen, unsere Hilfe anzunehmen. Noch besser, viele wollen gar keine Hilfe von anderen angeboten bekommen oder annehmen, denn es würde für sie bedeuten, daß man ihnen nicht zutraut, daß sie ihr Leben allein im Griff bekommen.

Nun stehen wir da, wir schauen zu und können nichts tun außer zusehen, wie es diesem Menschen immer schlechter geht. Das gleiche Gefühl haben wir, wenn wir einen schwer kranken Menschen zusehen, wie er immer weiter von der Krankheit in Besitz genommen wird und er sich nicht helfen lassen möchte. Ein Gefühl der Ohnmacht oder der Hilflosigkeit macht sich breit. Manchmal verändert sich dieses Gefühl in Wut, um die Gefühle davor weniger wahrzunehmen.

Aber warum fällt es uns so schwer, diese Gefühle zu begegnen? Ist das unsere eigene Hilflosigkeit, die wir in den Augen des anderen sehen und nicht annehmen können? Dürfen wir selber Hilflos sein? Können wir nicht dem anderen gestatten, seine eigene Erfahrung zu machen, die er sich selber ausgesucht hat - bewußt oder unbewußt? Können wir uns nicht vorstellen, daß die vermeintliche Lösung einer Situation nicht unbedingt die gleiche Lösung für inneres Wachstum ist? Können wir uns vorstellen, daß wir selber dieses Gefühl in uns dabei heilen können, in dem wir es zulassen, um endlich in die Hingabe hinüberzugehen?

Nicht die Situationen sind ein Problem sondern unsere Beurteilung darüber. Nicht die Situationen sind ein Problem sondern unser Widerstand dagegen, sie anzunehmen.
Wir denken immer, etwas zu tun, ist immer besser als nichts zu tun, weil wir so erzogen worden ist, immer wieder zu tun, statt inne zu halten.
Wenn die Hilflosigkeit sich breit macht, wenn wir für jemanden nichts tun können, dann ist es Zeit, endlich nichts zu tun. Denn gerade das ist die Lösung. Da sein. Nichts tun. wahrnehmen. Annehmen. Begleiten ohne Erzwingen. Manchmal ist ein Rückzug notwendig, um sich selber zu schützen, wenn jemanden einen anderen in seiner Erfahrung mitziehen möchte, welche nicht die unsere ist.

Wenn wir nichts tun sondern da sind, begleiten und wahrnehmen, bleiben wir im Fluß und haben die Augen wieder ganz offen. Wir bleiben in unserer eigenen Verantwortung, bis der andere sagen kann, welche Hilfe er braucht und ob er Hilfe braucht. Er wird das eher tun, wenn wir in der Akzeptanz sind als in dem Widerstand.

Als ich nicht wußte, wie ich meinem Mann helfen konnte, als er schwer krank war (obwohl ich - meiner Meinung nach - noch hätte mit ihm etwas dagegen machen können aber er nicht wollte), habe ich nichts mehr gemacht außer neben ihm zu sitzen oder an ihm zu denken mit der Glaube, daß das alles seinen Sinn hat, für ihn wie für mich. Und ich stelle fest, irgendetwas hat sich in uns verändert. Der Kampf hatte aufgehört. Es war, so wie es war. Nicht mehr, nicht weniger. Wir hatten nicht die Situation draußen gelöst aber drinnen in uns selber, gab es keinen Kampf mehr.

Freitag, 23. Februar 2007

Wut und Hilflosigkeit

Hinter der Wut steht oft ein tiefes Gefühl: Hilflosigkeit. Eltern schlagen manchmal deswegen ihre Kinder. Aus Hilflosigkeit, mit der sie nicht umgehen können. Später sind diese geschlagenen Kinder als Erwachsene besonders von der Wut bedroht, weil sie es vorgelebt bekommen haben, die Hilflosigkeit in die Wut umschlagen zu lassen.

Hilflosigkeit ist ein der Gefühle, das am schwierigsten ist, anzunehmen. Deswegen versuchen wir ständig die Außenwelt zu kontrollieren. Aber je mehr wir es versuchen, je mehr spüren wir die Hilflosigkeit, weil wir die Außenwelt nicht kontrollieren können.

Im Dialog mit inneren Bildern, kommt dieses Gefühl oft vor. und dann ist es wichtig, es richtig zu begegnen statt zu flüchten: ob in die Wut, ob in den Weinen, ob in die Erstarrung...
Wenn wir sie (die Hilflosigkeit) fragen, wie wir mit ihr umgehen sollen, sagt sie uns oft : "nichts tun"...so ist es NICHTS TUN sondern spüren und hilflos sein und annehmen, daß es im Moment nichts zu tun gibt als NUR zu SEIN. und dann verschwindet die Hilflosigkeit, wenn wir bewußt erkennen, daß NUR das SEIN jetzt angebracht ist.

Im NICHTS TUN, tut sich erst dann vieles...von alleine.
Diese Erfarhung in der Innenwelt zu machen ist sehr wertvoll. Denn danach braucht man nicht mehr in die Wut oder in die Trauer oder in die Erstarrung zu gehen: man kann sie annehmen und einfach nichts tun. Und schon entwickelt sich die Situation ganz anders als man je vermutet hätte...

ständig selbst und selbständig

Seit dem 1.10.2006 habe ich eine Heilpraxis für Psychotherapie (nach dem Heilpraktiker Gesetz) eröffnet. Ich habe mich darauf spezialisiert, Klienten zu begleiten, die unter überwältigenden Emotionen oder Beschwerden leiden. Hier erzähle ich - Französin also nicht mit fehlerfreiem Deutsch - wie es mir geht, wie ich vorankomme, meine Erfahrungen mit bestimmten Themen, meine Erfolge und Schwierigkeiten, meine Freude und eventuellen Ängste, die mit meiner Selbständigkeit zusammen hängen und wie mein Weg sich mit der Zeit verändert. Nachdem ich viel ausprobiert habe, spezialisiere ich mich jetzt auf die emotionale Begleitung von Frauen von der Kinderwunschzeit bis zu Geburt.

IMPRESSUM:

Pascale CHARTRAIN, Genter Str. 56, 13353 Berlin Tel: (030) 45 49 45 44, Webseite: www.kinderwunschzeit.de Email: kinderwunschzeit@gmx.net

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