Traumata bearbeiten

Donnerstag, 17. September 2009

Trauma bearbeiten

Immer mal wieder kommen Klienten zu mir, die ein Trauma bearbeiten wollen. Neulich zum Beispeil den Verlust eines Kindes, welches nur ein Paar Tage alt wurde. Es passierte bereits schon vor mehreren Jahren aber es war für die Klientin wie gestern.
In einem Trauma wird das limbisches System total überfordert. Es sind so viele Emotionen und Gefühle auf einem Mal entstanden, daß eine Verarbeitung über den normalen Weg nicht mehr möglich ist. Damals sagte der Arzt zu ihr: "warten sie zwei Jahren, bevor sie nochmal probieren, wieder ein Kind zu bekommen". Er empfiehlt ihr nicht, sich behandeln zu lassen. Ich frage mich wirklich, was das soll. Als ob die Zeit solche Ereignisse heilt?? warum überhaupt 2 Jahren?? meine Mutter hat zum Beispiel auch ein Kind im Alter von 18 Monten verloren und sie hat es nie bewältigt!! Ein Trauma bleibt im limbischen System hängen und so kann man es nur bearbeiten wenn man mit dem limbischen System arbeitet, also emotional. Am Anfang meiner Praxis habe ich mit "Dialog mit inneren Bildern" gearbeitet und konnte damit schon eine Menge erreichen. Jetzt arbeite ich entweder mit Wingwave bzw. EMDR oder ich kombiniere "Dialog mit inneren Bildern" mit Wingwave und es geht unheimlich schnell. Die Annahme der Gefühle geschieht viel leichter und die Verarbeitung und Integrierung gehen auch viel schneller. So konnten wir den Tod dieses Kindes in einer Sitzung mit 1,5 Stunden gefühlsmäßig bearbeiten!! Seitdem geht es ihr viel besser.

Heute in meiner Praxis möchte ich nicht mehr auf Wingwave bzw. EMDR verzichten. damit zu arbeiten ist ein Geschenk. In Verbindung mit der Tipping Methode der radikalen Vergebung ist es ein noch größeres Geschenk.

Ja es ist das, was ich in meiner Arbeit am besten kann: Klienten in tiesften Abgründen und Gefühlen begleiten mit Liebe, Akzeptanz und Achtsamkeit und zusehen dürfen, wie dadurch sich alles "von allein" auflösen kann. Neulich passierte es wieder: Eine Situation, wo die Person sich vor der bearbeitung nur noch verachten konnte und am Ende wieder Mitgefühl und Liebe für sich empfinden konnte. In der Innenwelt ging die Situation anders aus: dieses Bild ist jetzt in ihrem Gehirn gespeichert als neue Lebenserfahrung. Dies wird ihre neuronale Matrix verändern und die Information in ihre Zellen. Das war bestimmt eine sehr gute Gesundheitsvorsorge! Ich bin gespannt zu hören, wie es ihr geht, wenn ich sie wieder sehe.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Mißbrauch und Glaubensätze

Wenn uns im Leben etwas traumatisierend passiert, schlägt sich das meistens in einem Glaubensatz um, was unser ganzes Leben beeinflussen wird. Der Glaubensatz verwirklicht sich immer wieder, so daß wir vielleicht denken könnten: "das ist die Wahrheit". Aber genau weil er sich in unserem Leben, will es uns eher sagen: "hey! schau hier hast Du ein Glaubensatz, der nur stimmt, weil Du es glaubst aber es ist nicht die Wahrheit sondern nur Deine eigene Wahrheit also ändere Deinen Glaubensatz und dann ändert sich Dein Leben".

Neulich bei dem vorletzten Seminar entdeckte ich einen tiefen Glaubensatz in mir aufgrund einem sexuellen Mißbrauch in meiner Kindheit und der heißt: "wenn ich einen Mann begehre, DARF ich ihn nicht lieben (es wird mir verboten, weil zu bedrohlich). Wenn er mich begehrt, wird er mich nicht lieben können. Und wenn er mich "liebt" und begehrt, dann achtet er nur auf seine Bedürfnisse und mißbraucht mich".
Nie ist es mir gelungen, Liebe und Begehren zusammen in einer Person erfüllend zu leben und ich finde es ziemlich traurig.
Ja und das hat sich in meinem Leben immer wieder gezeigt, bis ich diesen Glaubensatz erkannt habe. Eigentlich hätte es mich damals, wo ich noch nix vom Mißbrauch wußte, hellhörig machen müssen, denn es war ganz klar ein Zeichen für die Existenz eines Mißbrauchs, den ich unterdrückt hatte.
Wenn sich etwas wiederholt in unserem Leben, heißt es immer, daß etwas passiert ist, was im Unterbewußtsein unterdrückt ist und sich uns zeigen möchte, zwecks Heilung.
Schritt für Schritt habe ich den Mißbrauch verarbeitet. Jetzt bin ich an dem Glaubensatz, der übrig geblieben ist, rangekommen. Einen Glaubensatz zu verändern ist nicht einfach aber die Bewußtmachung ist ein ganz wichtiger erster Schritt. Den Rest werde ich entweder mit CQM oder mit den Arbeitsblättern der Tipping Methode bearbeiten.

Ich ahne, daß dahinter etwas ganz wichtiges ist, noch weitere Gefühle, wovor ich vielleicht Angst haben könnte, wenn ich eines Tages wirklich einen Partner hätte, den ich liebe und begehre und der mich liebt und begehrt. Wenn ich mir das vorstelle, entsteht in mir ein Gefühl, der so stark ist, daß ich mir kaum vorstellen kann, daß ich so viel Glück auf einem Mal fühlen besser "ertragen" kann.
Ich ahne es wird spannend und wieder sehr lehrreich...

Samstag, 10. Februar 2007

Reisen in die Innenwelt bei Spaltung und Traumata

Mit Reisen in die Innenwelt diesen Thema zu behandeln, ist für mich eine der schönsten Arbeit.

Als ich in meiner Ausbildung entdeckte, daß ich als kleines Kind mißbraucht wurde, habe ich endlich viele Situationen in meinem Leben verstanden.
Oft wiederholte sich die Situation: ich bin mit einem Mann intim. und ich bin nur daran interessiert, daß es ihm gut geht und schaffe es nicht, meine Bedürfnisse zu äußern. Bei manchen Dingen konnte ich nicht "nein" sagen, fühlte mich wie erstarrt und schaute zu, was passierte, ohne Stopp sagen zu können, obwohl ich es sagen wollte. Ich fühlte mich unfähig zu reagieren und hatte mich manchmal dafür gehaßt, weil ich mich dann so benutzen ließ.

Bei einem Mißbrauch oder einem ganz schlimmen Ereignis (traumata) als kleines Kind, kann es passieren, daß eine Spaltung zum Selbstschutz stattfindet. Die Gefühle sind so heftig, daß sie nicht mehr ertragen werden können. So trennen sie sich vom Körper. Der Körper ist nur noch wie eine leere Hülle ohne Leben, ohne Gefühl, ohne Impulse. Erstarrung macht sich breit. Keine Reaktion möglich. Wir sind dann den anderen ausgeliefert. Eine schreckliche Situation, die uns dann im Alltag sehr oft widerfährt, sobald wir in einer ähnlichen Situation geraten oder sogar nur könnten.

Damals wußte ich, daß nur eine bestimmte Person mir dabei helfen konnte, dies zu bearbeiten, denn es erfordert Erfahrung (auch als betroffene) und viel Einfühlungs-vermögen und Geduld. und dann klappte es nach und nach und heute kann ich sagen, daß ich diese Erstarrung gar nicht mehr wahrnehme in mir. Bei mir hatte es sich damals so weit gedrungen, daß ich schon in Situationen, wo ich mich ausgeliefert und schuldig fühlte (wenn jemand auf mich wütend war), ja dann immer mehr in einer Verkrampfung am ganzen Körper verbunden mit Weinkrämpfen geriet. Ich spürte, daß ich mich kaum allein wieder einkriegen konnte und brauchte unbedingt einen Kontakt nach draussen, um wieder in meinem Körper zu kommen. Das hatte mich damals sehr erschrocken aber jetzt ist das alles weg, gott sei dank. Alles bearbeitet. Besonders was schuldgefühle betrifft.

In der Innenwelt begegnen wir das kleine Kind, was sich leer anfühlt. Die Begegnung kann nur sehr langsam geschehen, denn es ist meistens sehr von uns (der Erwachsene) enttäuscht, fühlt sich von uns verlassen, hat kein Vertrauen zu uns, und zeigt zuerst kaum Reaktionen auf das, was wir ihm sagen...Und dort in dieser Begegnung ist es sehr wichtig alles zu spüren, was spürbar ist, wie zuerst die Leere und die Erstarrung, aber so wie das kleine Kind es vorgibt und es zulässt. Denn zu fühlen ist für ihn lebensbedrohlich. Dort fängt ein einfühlsames und respektvolles Dialog an, mit Abstand meistens. Berührungen zwischen dem kleinen Kind und dem Erwachsenen sind anfangs gar nicht möglich. Das kleine Kind ist zu sehr verletzt, um es zu gestatten. ES gibt das Rythmus vor und es ist da wichtig, den Klienten nicht zu forcieren.
Ich liebe diese Arbeit: dort entsteht eine tiefste Kommunikation mit sich selber, mit verlassenen Anteilen, vollem Repsekt und Liebe. Dort wird das Vertrauen, Stück für Stück wieder aufgebaut, Verständnis geschaffen, Versöhnung erarbeitet . Es ist schön, es zu sehen und dann zu beobachten, wie der Klient sich im Leben daraufhin anders verhalten kann. Einfach wunderschön. Eine heilsame liebevolle Arbeit, die ich selten machen darf aber sehr gern tue.

ständig selbst und selbständig

Seit dem 1.10.2006 habe ich eine Heilpraxis für Psychotherapie (nach dem Heilpraktiker Gesetz) eröffnet. Ich habe mich darauf spezialisiert, Klienten zu begleiten, die unter überwältigenden Emotionen oder Beschwerden leiden. Hier erzähle ich - Französin also nicht mit fehlerfreiem Deutsch - wie es mir geht, wie ich vorankomme, meine Erfahrungen mit bestimmten Themen, meine Erfolge und Schwierigkeiten, meine Freude und eventuellen Ängste, die mit meiner Selbständigkeit zusammen hängen und wie mein Weg sich mit der Zeit verändert. Nachdem ich viel ausprobiert habe, spezialisiere ich mich jetzt auf die emotionale Begleitung von Frauen von der Kinderwunschzeit bis zu Geburt.

IMPRESSUM:

Pascale CHARTRAIN, Genter Str. 56, 13353 Berlin Tel: (030) 45 49 45 44, Webseite: www.kinderwunschzeit.de Email: kinderwunschzeit@gmx.net

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Ich bin zufälligerweise auf Deinen Text gestossen....
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