Ersatzkind sein

Donnerstag, 22. Februar 2007

Schicksal von Ersatzkindern

Was heißt es Ersatzkind zu sein?
Wenn eine Mutter ihr Kind entweder während der Schwangerschaft oder als Baby/Kind verliert, ist es wichtig, diesen Verlust zu verarbeiten, bevor das nächste Kind kommt. Warum? weil die Mutter sonst keine liebevolle Beziehung zum nächsten Kind aufbauen kann, da sie noch mit Ihrer Trauer beschäftigt ist und sich auf das neue Kind nicht freuen kann.
Das Ersatzkind wird dann kaum Nähe von der Mutter spüren können. Und es geht weiter: es hat immer den Eindruck, daß es sich selbst nicht leben darf sondern stattdessen immer nur als der Ersatz vom dem verstorbenen betrachtet wird. das Baby spürt:es darf nicht sein und es kann sogar Todessehnsucht empfinden ( weil es nicht sich selbst sein darf). Solche Kinder leiden als Erwachsene immer noch darunter. Oft haben sie das Gefühl "keine Chance zu haben, es richtig zu machen" oder zu stören oder haben ziemlich geprägten Schamgefühle, weil die Mutterliebe nicht empfunden werden konnte.

In meiner Familie hatten wir etwas ähnliches. Mein Bruder, der nach dem verstorbenen Kind kam, hatte kaum Nähe mit unserer Mutter. Ich kam als letzte Kind (5. Kind) und war die letzte Hoffnung (obwohl ich zuerst nicht geplant war), den verstorbenen Bruder zu ersetzen. Leider hat das 5.Kind die gleiche Energie wie das 2. Kind (mein verstorbenen Bruder). Aber ich konnte ihn nicht ersetzen, schon weil ich ein Mädchen wurde. Sehr lange spürte ich in mir keine Existenzberichtigung, oder das Gefühl, keine Chance von vorne zu haben. Es zeigte sich in Form von Depressiontendenzen mit Todessehnsucht sowie eine innere Bremse, etwas Neues zu machen, was mir gefiel wenn es risikoreich war. Es war wie eine innere Bremse: warum sollte ich damit anfangen? ich hatte sowieso keine Chance...

Mit während der Ausbildung für Innenweltreisen habe ich das gott sei dank lösen können. Ich habe wirklich diese besondere Verbindung zu diesem verstorbenen Bruder gespürt und erfahren, warum er nicht mehr leben konnte. Wir haben in der Innenwelt zu Dritt; ich, meiner Mutter und dem Bruder den Verlust verarbeitet, besonders meine Mutter mit dem Bruder. So kam ich aus dieser ungelösten "Dreieckbeziehung" raus und konnte langsam ich selbst werden und mir selber Eigenleben gestatten.

Ich habe noch einige Existenzängste aber eher im normalen Bereich. (ich nehme deswegen an einen Seminar über dieses Thema am Wochenende teil, weil ich sie ganz abbauen mag). Aber ich habe mir getraut, überhaupt den Weg in die Selbständigkeit (Existenzberichtigung= Existenzgründung) zu gehen.

Ich arbeite gern mit Klienten, die dieses Problem haben, weil ich selber erlebt habe, daß es lösbar ist. Und ich ziehe sie auch an...sowie Erwachsene die als Baby nicht gewollt waren...Gleiches zieht gleiches an!!!

Freitag, 15. Dezember 2006

Wenn wir Ersatz sein sollen...

Es gibt Menschen, die zur Welt kommen und gleichzeitig, den Ersatz für eine verstorbene Person in den Augen der Mutter darstellen. Z.B. Ersatz für ein verstorbenen Bruder oder Schwester.
Als Ersatz zur Welt zu kommen, ist für die betroffene Person sehr belastend. Sie hat meistens immer den Eindruck, nicht zu genügend und nicht diejenigen sein zu dürfen, die sie eigentlich ist. Sie spürt, daß die Mutter in ihr einen anderen sieht und daß sie eigentlich selbst nicht wahrgenommen wird. Das kann einiges Negatives im Leben hervorrufen wie das Gefühl: Ich bin nicht gut genug, ich werde nicht angenommen, wie ich bin...

Meistens hat die Mutter vor der Geburt des "Ersatz-Kindes" den Tod von dem anderen Kind nicht verarbeitet.
Das Ersatz-Kind spürt bereits während der Schwangerschaft, daß die Mutter um das verlorene Kind trauert und nimmt ihre Trauer als sein eigenes Trauer wahr (in der Zeit ist das Ungeborene unfähig zu trennen, was ihr Gefühl ist und was sein Gefühl ist).

Die betroffene Person kann es nachträglich in der Innenwelt lösen, indem dort eine Begenung zwischen verstorbenen Kind, Ersatz-Kind und Mutter stattfindet und die Trauer zugelassen und Abschied genommen wird.

Immer wieder fand ich erstaunlich in der Innenwelt zu erleben, wie sehr die verstorbenen Kinder mit den Ersatz-Kindern miteinander energetisch verbunden sind, als würden sie sich sehr vertraut sein. Die Drei-Eck-Verbindung, die zwischen dem toden Kind, Ersatz-Kind und Mutter besteht, muß unterbrochen werden. Erst dann kann das lebende Kind ein eigenes Leben leben, sich selbst als eigenes Individuum erkennen und fühlen und sich selbst genügen.

Das Thema hatte ich auch selber zu bearbeiten: ich war die letzte Chance, meinen verlorenen Bruder zu ersetzen.
Ich kannte ihn nicht und doch fühle ich mich ihm energetisch sehr verbunden. Auch ich sah in der innenwelt diese Drei-Eck-Beziehung und wir konnten es lösen, so daß meine Verbindung mit ihm nicht mehr so groß war. Und es verschaffte mir eine enorme Erleichterung innerlich.

Gestern gab es ein ähnliches Thema in einer Sitzung. Und auch er fühlte sich danach erleichtert. Weil meistens sind wir mit seinem Schmerz verbunden, wodurch er gestorben ist. So konnte er auch den Schmerz von dem Bruder loslassen und ganz wieder bei sich ankommen. Spannend war das, es als Begleiterin zu erleben statt als betroffene und den Verlauf dadurch besser unterstützen zu können, als wenn ich es selber vorher nie gekannt hatte.

ständig selbst und selbständig

Seit dem 1.10.2006 habe ich eine Heilpraxis für Psychotherapie (nach dem Heilpraktiker Gesetz) eröffnet. Ich habe mich darauf spezialisiert, Klienten zu begleiten, die unter überwältigenden Emotionen oder Beschwerden leiden. Hier erzähle ich - Französin also nicht mit fehlerfreiem Deutsch - wie es mir geht, wie ich vorankomme, meine Erfahrungen mit bestimmten Themen, meine Erfolge und Schwierigkeiten, meine Freude und eventuellen Ängste, die mit meiner Selbständigkeit zusammen hängen und wie mein Weg sich mit der Zeit verändert. Nachdem ich viel ausprobiert habe, spezialisiere ich mich jetzt auf die emotionale Begleitung von Frauen von der Kinderwunschzeit bis zu Geburt.

IMPRESSUM:

Pascale CHARTRAIN, Genter Str. 56, 13353 Berlin Tel: (030) 45 49 45 44, Webseite: www.kinderwunschzeit.de Email: kinderwunschzeit@gmx.net

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